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Ein Gruppenfoto mit allen Betiligten Theaterkistlern von Piraten - Chaoten der Südsee

Die mitwirkenden Theaterkistler von "Piraten - Chaoten der Südsee"

Vom 15. März 2026

Die Theaterkiste sagt Danke
„Leinen los“ hieß es in vier Aufführungen für das Ensemble der Weingartener Theaterkiste. Der Verein für Kindertheater feierte mit „Piraten – Chaoten der Südsee“ erneut einen glänzenden Erfolg vor ausverkauftem Haus. „Nach einer Reihe von Märchenaufführen wollten wir in dieser Spielsaison ein Stück finden, das in eine ganz andere Welt entführt“, begründeten die Regisseure Petra Frankrone und Klaus Spohrer die Wahl des Stücks. Zu Recht. Lustige und spannende Szenen boten eine Menge Abwechslung und genau das richtige Maß an Nervenkitzel für Kinder ab fünf Jahren.  
Zum Inhalt: Oberpiratin Stricknadel Erna möchte in Rente gehen und sucht einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin. In Frage kommen der traditionsbewusste Käptn‘ Halvan der Halbe und Kapitänin Silbersäbel Sally, die neue Wege geht. Die Aufgabe lautet, ein Wettrennen zu einer Schatzinsel zu gewinnen. Wer zuerst dort ist und den Schatz heben kann, wird der künftige Oberpirat. Oder Oberpiratin. Aber Erna wünscht, dass alles „piratenkonform“ abgeht. Erschrocken fragt Halvan: „also ehrlich und fair?“. Aber die clevere Sally meint: „also mit lügen, betrügen und falschem Spiel“. Damit sind die Zeichen gesetzt und die Fahrt kann losgehen. Vorstellbar, dass nicht alles glatt läuft. 
Die Tricksereien beginnen schon im Hafen, als sich Sally  mit ihrer abgelaufenen Lizenz konfrontiert sieht und zur Wettfahrt nicht auslaufen darf. Aber auf piratenkonforme Art meistert sie nicht nur dieses Hindernis.
Das Stück ist mehr als zauberhaft. Die Handlung ist stimmig und leicht verständlich. Kulissen, Licht- und Tontechnik schufen ein atmosphärisches Gesamtkunstwerk.  Die Kostüme waren nicht irgendwie martialisch aussehend, sondern der kindlichen Vorstellungskraft entsprechend. Mit ihrem Können profilierten die Schauspieler den Charakter ihrer Figur. Sämtliche Rollen waren mit erfahrenen Schauspielern ideal besetzt, aber auch für den Nachwuchs fanden sich – wie in der Theaterkiste seit Jahren üblich – gleichwertig ernst zu nehmende Spielmöglichkeiten.
Am Ende bekommen die Zuschauer einige Botschaften mit: Neben Erfahrung haben auch neue Wege ihre Berechtigung. Vorurteile sollte man überdenken. Und augenzwinkernd: Aber eine List ist ab und zu erlaubt. 
Die Theaterkiste bedankt sich sehr herzlich bei 800 kleinen und großen Zuschauern für ihre gezeigte Begeisterung. Auf Wiedersehen im nächsten Jahr!